Schutz für Knochen und Gelenke durch das Tragen von Sportbandagen beim Sport.
Das Schultergelenk (=Articulatio Humeri) wird von dem Kopf des Oberarmknochens (Caput humeri) und der Gelenkpfanne des Schulterblatts gebildet (Cavitas glenoidalis). Es ist das beweglichste Kugelgelenk des Körpers und besitzt drei Freiheitsgrade. Sportarten, die mit Wurftechniken verbunden sind, können dieses Gelenk sehr stark belasten. Wird das Schultergelenk in eine Bandage gelegt, sei es auch eine Sportbandage, gelegt, ist dies oft mit einer sportlichen Pause verbunden, da die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt ist.
Im Schultergelenk sind eine Großzahl an Bewegungen möglich. Diese sind die Grundlage für diverse Wurfsportarten, das Tragen und Heben von Gegenständen und anderen Tätigkeiten im Sport und im alltäglichen Leben. Das Schultergelenk ermöglicht zunächst die Anteversion und Retroversion, das nach vorne und nach hinten heben. Ebenfalls möglich sind das Heranholen und Abspreizen, was als Adduktion und Abduktion bezeichnet wird. In seiner Funktion als Kugelgelenk sind auch die Innen- und Außenrotation und die Zirkumduktion möglich, das letztere ist eine Kombinierte Bewegung die das kreisförmige Heben des Armes möglich macht.
Der Bandapparat des Schultergelenks ist relativ schwach weshalb es ein muskelgesichertes Gelenk genannt wird. Aus diesem Grund ist es ein eher lockeres Gelenk, da die vorhandenen Bänder es nicht sehr straff umgeben. Folgende Bänder bilden den Bandapparat
Um den relativ schwachen Bandapparat des Schultergelenks zu spannen und zu unterstützen, bilden vier Muskeln die Rotatorenmanschette. Diese entspringt am Schulterblatt und legt sich rund um den Kopf des Oberarms. Auf diese Weise garantieren diese Muskeln die hohe Beweglichkeit und den Bewegungsspielraum des Schultergelenks. Die besagte Rotatorenmanschette setzt sich zusammen aus
Da die Gelenkpfanne des Schulterblatts im direkten Vergleich zum Kopf des Oberarmknochens wesentlich kleiner ist, wird sie durch einen Knorpelüberzug (Labrum glenoidale) unterstützt und vergrößert.
Die häufigste Verletzung des Schultergelenks ist die traumatische Luxation. Diese „Auskugelung“ kann sowohl beim Sport als auch bei alltäglichen Tätigkeiten geschehen. Sportarten, die oft davon betroffen sind, sind Kampfsport oder Ringen. Dies sind Aktivitäten, in denen die Krafteinwirkung auf dieses und andere Gelenk zu hoch sind. Der locker geführte Bandapparat lässt diese Art von Unfällen zu.
Wird eine hebelnde Krafteinwirkung auf einen gleichzeitig außenrotierten Oberarm ausgeübt, kann es relativ leicht zu einer Schulterluxation kommen. Dies tritt zum Beispiel bei besagter Krafteinwirkung auf einen ausgestreckten Wurfarm im Handball auf.
Meist bewegt sich der Oberarmknochen bei einer Luxation nach vorne oder unten vorne. Durch diese pathologische Verschiebung, kann die Verletzung mit Nerven- und Muskelschäden einhergehen. Dies bedeutet für den Patienten Bewegungsschmerz. Da ein ausgekugelter Arm den Bandapparat beansprucht hat, kann die Dislokation eine Schwächung des Bandapparats zur Folge haben. Aus diesem Grund ,kann es in einigen Fällen zu einer posttraumatischen rezidivierenden Luxation kommen. Die therapierte, unfallverursachte Ausrenkung hat die Stabilität des Schultergelenks beeinträchtigt, und geringe Traumen können eine weitere Luxationen verursachen. Der Bandapparat muss die Möglichkeit haben sich von der Dislokation zu erholen. Ein sofortiger Wiedereinstieg in alltägliche oder sportliche Aktivitäten könnte die Bänder weiter dehnen und überstrapazieren. Dies würde eine wiederholte Luxation begünstigen und den Sportler für diese Verletzung anfällig machen.
TherapieDer ausgekugelte Arm wird durch Ausübung einer Zugkraft in die ursprüngliche Position gebracht. Um nun eine Stabilisierung und eine Ruhigstellung des Gelenks zu gewährleisten, kann eine Gilchristbandage eingesetzt werden. Dieser besteht aus einem breitem Brustband, sowie einer Fixierung für Ober- und Unterarm. Hierbei wird das Ellenbogengelenk rechtwinklig vor dem Rumpf stabilisiert, sodass die Hand in Höhe des Bauchnabels hervorschaut. Hinzukommend verläuft eine Schlinge vor dem Bauchnabel um den Hals. Das breite Brustband dient zur Befestigung des Armes nach hinten. Diese Schulterbandage legt das Schultergelenk für einige Zeit lahm. Somit hat der Bandapparat die Möglichkeit sich von der Dislokation zu erholen. Ein sofortiger Einstieg in alltägliche oder sportliche Aktivitäten könnte die Bänder weiter dehnen und überstrapazieren.
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Schultergelenk: Sportbandagen schützen Gelenke und Knochen, auch das Schultergelenk