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Sportbandagen

Schutz für Knochen und Gelenke durch das Tragen von Sportbandagen beim Sport.

Sprunggelenk

Die Schritt- und Sprungbewegungen des menschlichen Körpers basieren auf der Beweglichkeit des Sprunggelenks. Da sich dieses aus dem oberen und unteren Sprunggelenk zusammensetzt, müssen sie ordnungsgemäß zusammen wirken können, damit alltägliche Bewegungen und sportliche Aktivitäten möglich sind. Beim Laufen oder Stehen ruht häufig das gesamte Körpergewicht des Menschen auf dem Sprunggelenk. Ein Zustand der es sehr anfällig für Verschleißerscheinungen macht. Sportliche Aktivitäten wie Hürdenlauf, Weitsprung oder Sprint wirken sich dementsprechend belastend auf das Sprunggelenk aus. Für das Gleichgewicht des Körpers und einen sicheren stabilen Gang ist ein intaktes Sprunggelenk sehr wichtig, weshalb aktive Sportler dies mit Sprunggelenkbandagen oder Schienen zu schützen versuchen.

Aufbau

Das Sprunggelenk im Bereich des Knöchels ist eines der wichtigsten und komplexesten Gelenke des Körpers. Hinzukommend ist es sehr anfällig für Sportunfälle und trägt mit rund 30% einen erheblichen Anteil zu Sportverletzungen bei. Das Sprunggelenk verbindet den Waden- und Schienbeinknochen mit den Fußwurzelknochen und setzt sich aus 2 Teilgelenken zusammen. Zunächst bilden die unteren Enden des Schien- und Wadenbeins, die Malleolengabel zwischen Innen- und Außenknöchel, und die Sprungbeinrolle das obere Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk ermöglicht die Aufwärstbewegung und die Abwärtsbewegung. Es trägt einen enormen Teil zur eigentlichen Stabilität des Beines bei und wird zuweilen mit dem gesamten Gewicht des Körpers belastet. Im unteren Sprunggelenk kommunizieren sowohl die Fußwurzelknochen untereinander, als auch Fersen- und Sprungbein. Durch das untere Sprunggelenk sind Ein- und Auswärtsdrehung möglich.

Besonderheiten

Durch seine Unregelmäßigkeit und Komplexität sind unteres und oberes Sprunggelenk schwer in die verschiedenen Gelenkarten einzuordnen. Das obere Sprunggelenk, welches Auf- und Abwärtsbewegungen ermöglicht, kann als zylinderförmiges Scharniergelenk bezeichnet werden. Es wird besonders bei Sprüngen, also bei Sportarten wie Hoch- und Weitsprung belastet. Es ist jedoch operative sehr schwer zu behandeln, da es arthroskopisch schwer einsehbar und nicht gut zugänglich ist.

Bandapparat

Da das Sprunggelenk eines der meistbelastetsten Gelenke des Körpers ist, benötigt es einen stabilen Bandapparat. Diese gewährleisten die Funktionalität des Knöchelgelenks sowie die Stabilität des Unterschenkels. Es liegen jeweils ein Innen- und ein Außenband vor, welche sich nochmals aus 3 Bändern zusammensetzen. Hinzukommend werden das Schien- und Wadenbein durch eine bandhafte Syndesmose, ein unechtes Gelenk, zusammengehalten. Im Leichtathletik und beim Fußball sind Umknickverletzungen oder Ausrutschunfälle alltäglich. Bei Sportverletzungen dieser Art werden meist die Außenbänder in Mitleidenschaft gezogen. Die heutige Medizin befürwortet die konservative Behandlung dieser Verletzungen mit Bandagen und Stützen, eine Sportpause ist jedoch unumgänglich.

Verletzungen

  • Außenbandriss /-dehnung
  • Die Sportart des Leichatlethik beinhaltet Sprint, Hürden, Weit- und Hochsprung. Disziplinen wie diese sind anfällig für diverse Umknickverletzungen, welche am häufigsten mit einem Außenbandriss einhergehen. Das Umknicken über die Außenkante des Fußes wird als Supinationstrauma bezeichnet beschreibt eine Hebung des inneren Fußrandes mit gleichzeitiger Beugung des Fußes. In diesem Fall kann es zu einer Überdehnung der Bänder kommen, wodurch das Sprunggelenk in seiner Stabilität beeinträchtigt ist. Das Gelenk ist somit sehr anfällig für weitere Unfälle und Verletzungen. Reißt das Außenband, können Knochenteile absplittern, die die Behandlung erschweren. Symptome einer Dehnung oder Ruptur sind eine sehr akute Schwellung der betroffenen Stelle. Hinzukommend reißen lokale Blutgefäße und ein Bluterguss entsteht. Die Schwellung und das Hämatom tragen bedeutend zur Bewegungsunfähigkeit bei. In den meisten Fällen ist auf Grund der starken Schmerzen keine Belastung des Fußes mehr möglich und die sportliche Betätigung muss sofort eingestellt werden.

    Therapie

    Heutzutage wird im Falle eines Außenbandrisses oder einer Dehnung eine konservative Behandlung durch Bandagen oder Schienen bevorzugt. Der Stützverband oder die Schiene, die die ersten 6 Wochen der Behandlung eingesetzt wird, sichert und stützt das Gelenk zunächst. In dieser Zeit muss der/die Patient/ Patientin von sportlichen Tätigkeiten vollständig pausieren. Um die Funktion des Sprunggelenks zu erhalten, werden Krankengymnastik und Physiotherapie empfohlen. Abhängig von der Schwere der Verletzung sowie der Art des ausgeübten Sportes, kann nach 8-12 Wochen der Sport wieder aufgenommen werden. In der Anfangszeit sollte das Gelenk jedoch durch Sportbandagen und Tapes geschont und entlastet werden.

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Sprunggelenk: Sportbandagen schützen Gelenke und Knochen, auch das Sprunggelenk