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Sportbandagen

Schutz für Knochen und Gelenke durch das Tragen von Sportbandagen beim Sport.

Unterschenkel

Der Unterschenkel gehört mit Fuß, Oberschenkel und Hüfte der unteren Extremität an. Durch das Knie ist er gelenkig mit dem Oberschenkel verbunden, durch das Sprunggelenk, im Knöchelbereich, beweglich mit dem Fuß. Sowohl in diversen Sportarten als auch im Alltag ist er einigen "Gefahren" ausgesetzt, da der Unterschenkel mit seinen Muskeln und Knochen leicht verletzt werden kann. Schon ein kleiner Stoß gegen eine Kante löst oft schnell einen blauen Fleck in diesem Bereich des Körpers aus.

Aufbau

Die anatomische Grundlage des Unterschenkels bilden das Schien- (Tibia) und das Wadenbein (Fibula). Durch eine bindegewebige Membran sind sie einigermaßen beweglich miteinander verbunden, im oberen Bereich mehr als im Unteren. Der vordere Teil des Schienbeins liegt sehr oberflächlich unter der Haut, weshalb er für Brüche und Hämatome sehr anfällig ist. Schoner und Sportbandagen zum Schutz vor Wunden und blauen Flecken sind somit hier nicht unüblich. Die Muskulatur beschränkt sich auf den Waden- und den hinteren Bereich des Unterschenkels.

Muskulatur

Die Muskulatur des Unterschenkels macht größtenteils die Auf-, Ab- und Drehbewegungen des Fußes möglich. Hinzukommend können die Muskeln auch im Kniegelenk wirken. Sie kann in drei Gruppen unterteilt werden, die sich an verschiedenen Bereichen des Unterschenkels befinden und unterschiedliche Aufgaben haben. Die Streckergruppe befindet auf der seitlich-vorderen Seite, die Beugermuskulatur auf der Rückseite. Im Bereich des Wadenbeines, an der äußeren Seite, liegt die Wadenbeinmuskulatur. Sie wirkt pronierend auf das Sprunggelenk, eine Bewegung, die die Einwärtskantung des Fußes beschreibt. Da diese gesamte Muskulatur beim Laufen sehr stark eingesetzt wird, unterliegt sie oft Muskelzerrungen und -überlastungen. Jede Sportart geht mit Training der Unterschenkelmuskulatur einher, weshalb Verletzungen in diesem Bereich in diversen Disziplinen vorkommen können und Bandagen sehr oft eingesetzt werden.

Verletzungen

  • Prellung

    Sportarten, welche mit häufigem Körperkontakt oder Stürzen auf Hallenboden verbunden sind wirken sich oft auf die Knochen des Unterschenkels aus. Ist diese Krafteinwirkung stumpf und zunächst ohne sichtbare Verletzungen wie Schürfwunden, nennt sie sich eine Prellung. Meist macht diese sich durch einen Bluterguss, ein Hämatom, sichtbar. Es handelt sich hierbei, um eine subkutane Blutung in das umliegende Gewebe hinein. Sie führt zu Berührungsschmerz, Schwellungen und Verfärbungen der Haut.

    Therapie

    Da es sich meist nicht um eine Verletzung handelt, die einen Sportler immobilisiert wird sie häufig direkt am Spielfeldrand schnell behandelt. Durch Kühlung verengen die Gefäße und hören somit schneller auf zu bluten. Ein Kompressionsverband der in Sportbandagen oft eingearbeitet ist, schränkt die Prellung, durch Druck, ein und fördert die Heilung. Gepolsterte Sportbandagen vermindern das Risiko einer Prellung, da sie zum Beispiel beim Volleyball den Sturz auf die Knie abfedern. Gerade im Fußball werden Wadenschützer eingesetzt, welche vor Schienbeintritten und Hämatomen in diesem Bereich schützen sollen.

  • Muskelzerrung
  • In kaum einer Sportart wird die Unterschenkelmuskulatur nicht eingesetzt. Besonders Disziplinen wie Laufen, Fußball, Basketball oder Leichtathletik sind auf die Funktionsfähigkeit dieser Muskelgruppen angewiesen. Ohne korrekte Aufwärmung der Muskulatur, kann es leicht zu Muskelzerrungen kommen. Diese machen sich zunächst nur durch Bewegungsschmerz bemerkbar. In diesem Fall sind nur Muskelfasern überdehnt oder angerissen, die Regenerationszeit ist sehr kurz, weshalb die sportliche Betätigung schnell wieder aufgenommen werden kann. Wärmende Bandagen oder Druckbandagen können zur schnelleren Heilung eingesetzt werden.

    Mehrere gerissene Fasern machen sich auch im ruhenden Zustand durch Schmerzen bemerkbar. In diesem Fall ist oft eine Pause von bis zu 6 Wochen notwendig. Die Behandlung sieht Bandagen zur Kompressionsbehandlung, sowie den Einsatz von schmerzlindernden Medikamenten vor. Nach der Therapie, kann langsam mit dem Sport begonnen werden, wobei Sportbandagen, die durch Wärme und Druck auf die Muskulatur wirken, benutzt werden sollten.

    Ein kompletter Muskelriss muss operativ behandelt werden, da eine Bewegung mit dem entsprechenden Muskel nicht mehr möglich ist. In diesem Fall ist eine Delle an der verletzten Stelle deutlich spürbar, die Schmerzen sehr stark. Nach erfolgreicher Wiederherstellung sind Physiotherapie sowie der Einsatz von Unterschenkelbandagen dringend notwendig, um einen Wiedereinstieg in den Sportalltag zu ermöglichen.

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Oberschenkel: Sportbandagen schützen Gelenke und Knochen auch den Oberschenkel